Hanfanbau in Kärnten – ein Jahr auf dem Feld

Hanfanbau in Kärnten folgt einem engen Zeitplan: Zwischen der Aussaat nach dem letzten Frost und der Ernte der reifen Blüten liegen nur wenige Monate. Auf dieser Seite zeigen wir, wie ein Anbaujahr auf unserem Demeter-Hof bei Sankt Veit an der Glan tatsächlich abläuft – vom Boden bis zur Handernte.

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Das Anbaujahr auf unserem Feld

Frühjahr: der Boden zuerst

Bevor überhaupt gesät wird, geht es um den Boden. In der biodynamischen Bewirtschaftung wird er über Kompost und eine durchdachte Fruchtfolge aufgebaut, nicht über zugeführten Stickstoff. Diese Arbeit passiert lange vor der eigentlichen Kultur – und sie entscheidet mit, was am Ende auf dem Feld steht.

Mai: Aussaat nach dem letzten Frost

Hanf ist frostempfindlich. Gesät wird deshalb erst, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind. Bei ausreichender Bodenwärme keimt die Pflanze schnell und deckt den Boden früh ab.

Sommer: schnelles Wachstum

Hanf gehört zu den zügigsten Kulturen überhaupt. Weil er den Boden rasch beschattet, hat Beikraut wenig Chance – ein Grund, warum die Kultur mechanisch gut zu führen ist und ohne chemische Mittel auskommt. In Kärnten kommt viel Sonne dazu, bei gleichzeitig kühlen Nächten durch die Alpenlage.

Spätsommer: die Blüte

Für unser Öl zählen ausschließlich die weiblichen Blüten – nur sie bilden die Harzdrüsen aus, auf die es ankommt. Das Erntefenster ist schmal: Wird zu früh geerntet, ist die Blüte nicht ausgereift; wartet man zu lange, kippt die Qualität wieder.

Ernte: von Hand, Blüte für Blüte

Hier trennt sich unser Betrieb von großflächiger Produktion. Wir ernten von Hand und nur das, was tatsächlich reif ist. Das ist der mit Abstand aufwendigste Teil des Jahres und der Grund, warum wir nicht beliebig wachsen können.

Warum Hanf eine dankbare Kultur ist

Aus landwirtschaftlicher Sicht bringt Hanf einige Eigenschaften mit, die ihn für einen biodynamischen Betrieb interessant machen:

  • Tiefe Pfahlwurzel – sie lockert den Boden und verbessert die Struktur für die Folgekultur.
  • Schnelle Bodenbedeckung – dadurch geringer Beikrautdruck ohne Herbizide.
  • Geringer Bedarf an Pflanzenschutz – die Kultur ist vergleichsweise robust.
  • Gute Vorfrucht – Hanf hinterlässt ein Feld in ordentlichem Zustand.

Eine Eigenschaft hat allerdings zwei Seiten: Hanf nimmt bereitwillig auf, was im Boden vorhanden ist. Das macht ihn zur Sanierungspflanze – und bedeutet umgekehrt, dass die Bodenqualität direkt im Erzeugnis landet. Warum das gerade bei einem Auszug entscheidend ist, steht auf Bio CBD Öl.

Nach der Ernte: Fruchtfolge statt Monokultur

Nach dem Hanf kommt nicht wieder Hanf. Eine geschlossene Fruchtfolge ist Teil der Demeter-Richtlinien und sorgt dafür, dass der Boden nicht einseitig beansprucht wird. Für uns ist das kein Verzicht, sondern die Grundlage dafür, dass das Feld auch in zehn Jahren noch trägt. Was die Zertifizierung im Detail verlangt, haben wir auf Demeter CBD Öl beschrieben.

Was das Anbaujahr für das fertige Öl bedeutet

Weil wir mit dem arbeiten, was ein Jahr hergibt, unterscheiden sich unsere Chargen. Ein sonnenreicher Sommer ergibt ein anderes Öl als ein kühler. Farbe und Aroma schwanken leicht – bei einem Vollauszug ist das normal und ein Zeichen dafür, dass nicht standardisiert wurde. Wie aus der Blüte der Auszug entsteht, steht auf Vollspektrum CBD Öl.

Unsere Öle aus diesem Anbau

Bio CBD Hanföl vom Demeterhof Kraindorf – abgefüllt nach der Handernte

Hinweis: Unsere Hanföle werden als Aromaöle angeboten und sind nicht zum Verzehr bestimmt.

Häufige Fragen zum Hanfanbau

Ist Hanfanbau in Österreich erlaubt?

Ja, der Anbau von zertifiziertem Nutzhanf ist in Österreich zulässig. Verwendet werden dürfen ausschließlich im EU-Sortenkatalog geführte Sorten, die die gesetzlichen Grenzwerte einhalten.

Wann wird Hanf geerntet?

Bei uns im Spätsommer, sobald die weiblichen Blüten die volle Reife erreicht haben. Das Erntefenster ist schmal und wird von Hand beurteilt, nicht nach Kalender.

Warum erntet ihr von Hand?

Weil so nur reife Blüten ins Erzeugnis kommen. Maschinelle Ernte ist schneller und günstiger, erfasst aber alles gleichzeitig.

Welche Pflanzenteile verwendet ihr?

Für den Auszug ausschließlich die weiblichen Blüten. Die Samen ergeben unser Hanfsamenöl, das als Trägeröl dient – der Unterschied ist auf Hanföl oder CBD Öl erklärt.

Wächst euer Hanf wirklich in Kärnten?

Ja, auf unseren eigenen Feldern rund um den Betrieb in Kraindorf bei Sankt Veit an der Glan.

Schwankt die Qualität zwischen den Jahren?

Farbe und Aroma unterscheiden sich je nach Erntejahr. Das ist bei einem Naturprodukt ohne Standardisierung zu erwarten.

Fragen zum Anbau?

Wir erzählen gerne, wie ein konkretes Jahr gelaufen ist – auch wenn es mal ein schwieriges war.

Telefon: +43 4212 5252
E-Mail: erian@kraindorf.com

Demeterhof Kraindorf · Hanno Erian
Kraindorf 1
9300 Sankt Veit an der Glan
Kärnten

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